18 Oktober 2007

 

Neeeeeeeeeeeeeeein

Gädrpiss....

Alle Photos von Berlin sind weg, durch unüberlegtes Handling meiner externen Harddisk....

Argh...

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21 September 2007

 

Russen werden sich nie ganz in Berlin eingliedern...

In der Sozialpsychologie wird unter anderem auch darüber geredet, was mit den Menschen geschieht, wenn Sie sich nicht mehr in ihrer Heimat und in ihrem kulturellen Raum aufhalten. Unter den möglichen Umständen werden dabei vier verschiedene Reaktionsmöglichkeiten auf Fremdheitserfahrungen beschrieben, die aus der Haltung zu den Einstellungen, Verhaltensweisen und Kontakten der eigenen und denen zur fremden Kultur resultieren (sagen sie 2005, S. 97f.).
Diese Orientierungen gelten sowohl für die Zugehörigen der 'einheimischen', als auch der 'fremden' Kultur. Man kann sie als Zugeständnisse oder Interessen verstehen, und sie werden folg
endermassen beschrieben:
(sagt er hier. 1997, S. 90ff.)

Integration und je nach Interessenlage Separation oder Assimilation werden davon meist favorisiert. Insbesondere deshalb ist die Feststellung am Ende dieses Berichtes vom 10vor10 (SF: 21.09.07) über die Russen in Berlin doch filigran. Vor allem dann, wenn man eventuell nach einer exakten Interessenlage, nach der Orientierung fragt. Hält es jemand und vielleicht noch wer für notwendig, dass sich die "Russen in Deutschland" denn irgendwann "nie"? "ganz [in die neue Gesellschaft] eingliedern".

Aber eben, kein Thema: "Als Freunde sind die Russen wieder gekommen" und sie sind eine "Bereicherung für Berlin".

Wer kann, gehe doch mal in die Russendisko im Kaffee Burger!

Nun ja, entschuldigt: Das ist mir grad so aufgefallen und daher musste ich es kommentieren...

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23 August 2007

 

spezielle Berichterstattung - Berlin lebt und baut

Meine lieben Leute

Gestern Abend kam wieder einmal ein interessanter Bericht im 10vor10... Allerdings frage ich mich manchmal, nach was für Kriterien sie die beigefügten Informationen auswählen.

Den Bericht gibt’s hier – es geht um die neue schweizer Senatsbaudirektorin Berlins, Regula Lüscher...

Beispielsweise kommen mir Kommentare, wie Berlin sei „noch nicht symmetrisch zusammengewachsen“, einfach komisch vor: Ist es denn nicht so, dass eine Stadt mit der Geschichte Berlins vielleicht die Narben verheilen lassen kann – was noch lange nicht der Fall sein wird –, aber symmetrisch zusammenwachsen ist doch einfach eine unglaublich fragwürdige Aussage. Dann können wir ja gleich die ganze Stadt verbulldozern und dann im Stile von La Caux de Fonds' einem Stadtteil oder Brasilia wieder aufbauen...
Zwar erwähnen sie die bevorstehende Schliessung des Flughafens Tempelhof, verpassen aber darauf aufmerksam zu machen, dass dieser Entscheid mehr als umstritten ist, wie der Abriss des Palastes der Republik – der übrigens vom Asbest befreit wurde – und den damals umstrittenen Bau des neuen Hauptbahnhofes... Frau Lüscher meint, dass die Pläne für einen Wiederaufbau vom Stadtschloss für einen Schweizer, der die Zerstörung nicht erlebt habe, nicht verständlich sei. Hier möchte ich einfach rückfragen: Wie soll es für einen Schweizer, der die Zerstörung nicht miterlebt hat, verständlich sein, dass ein Kulturdenkmal wie der Palast der Republik – nachdem er zwischen 1998 und 2001 für eime rechte Stange Geld asbestsaniert wurde – 2003 zum Abriss freigegeben wird?
Mit der Erwähnung der komplizierten Verwaltung spricht Frau Lüscher mir zwar aus der Seele, auch wenn ich von schwierigsten Erfahrungen verschont blieb – das was ich erlebte, hat mir völlig gereicht: Ich bin noch immer froh, dass ich dann die 500 Euro Busse nicht bezahlen musste, da ich zu spät meine Aufenthaltserlaubnis beantragt habe. Also ich bin aber immer noch der festen Überzeugung, dass dies nicht meine Schuld war (detaillierte Informationen können gerne bei mir eingeholt werden)!
Zur Intimität im Kiez kann ich nur beipflichten. Eigentlich bin ich nämlich kein Berliner, sondern ich fühle mich noch immer als Kreuzberger...
Auch wage ich die Bemerkung stark zu bezweifeln, dass mit den Neubauten am Potsdamer Platz eine „Wunde zwischen Ost und West gekittet“ wurde. Bestenfalls gab es über diese Narbe einfach ein Pflaster, der die beiden Orte zwar verbindet, aber die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass es darunter ziemlich eitrig ist, habe ich doch keinen Deutschen getroffen, der diesen Platz mag... Dieser Platz repräsentiert das Berlin, das in Kreuzberg kaum anzutreffen ist, jenes mit ganz viel Geld in der Tasche.
Ja, Berlin hat an unglaublich vielen Stellen noch Narben vom Krieg und von der Teilung. Allerdings behaupte ich auch, dass diese Dinge für die Stadt selbst eigentlich gar nicht so schlecht waren – also ich erwarte, dass mich an dieser Stelle niemand falsch versteht, aber es gibt so unglaublich viele grüne und freie Flächen in dieser Stadt, dass man häufig gar nicht das Gefühl hat, in einer Stadt zu sein. Zudem wird so das Leben in einer Grossstadt erträglicher... Und weiter existiert so Raum für andere Nutzungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel der Flohmarkt in der Schlesischen Strasse. Ich bin ja mal gespannt, was aus dem Flugfeld Tempelhof wird...
Regula Lüscher will einiges umkrempeln? Dann wird sie vermutlich in der richtigen Stadt sein... Berlin war immer eine Baustelle, der Berliner braucht sie und das dazugehörige Leben, da er die Stadt gar nicht anderst kennt und weshalb er sich auch dabei engagiert: „Leben als stetiger Umbruch, diese Haltung kommt in Berlin gut an", genau (sorry, habe den exakten Beitrag, der dasselbe sagt, wie ich, nicht mehr gefunden, aber er muss hier irgendwo sein)...

Nun denn, Regula Lüscher, ich wünsche Dir alles Gute und freue mich schon jetzt, das nächste Mal nach Berlin zu kommen!

bisu dö moi



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17 August 2007

 

Erasmus-Schlussbericht

Meine lieben Leute

Damit es nun auch die letzten erfahren: Ich befinde mich seit gut zwei Wochen wieder in der Schweiz. Bilanz möchte ich an dieser Stelle in Bälde ziehen, doch jetzt zeige ich Euch erstmal meinen Bericht, den ich zu folgenden sechs Stichworten schreiben musste, damit ich meine restlichen Erasmusstipendien auf mein Konto überwiesen bekomme. Yeah... Dieser Bericht ist für künftige Erasmusstudis gedacht, die in nächster Zeit auch nach Berlin fahren werden... Er wird hier veröffentlicht.
Kommentare sind willkommen!


Gesamteindruck
Berlin war schlichtweg grossartig. Dazu wäre eigentlich kaum mehr weiteres zu sagen, ausser vielleicht, dass ich meinen einsemestrigen Aufenthalt für ein zweites Semester verlängert habe...
Weitere kurze Aussagen sind zum Beispiel

Vorbereitung
Es empfiehlt sich, sich gut auf den Aufenthalt vorzubereiten. Das heisst, dass man sich die Formulare vom Erasmusbüro zu Gemüte führt und sich an denen orientiert, denn so geht kaum etwas vergessen und man befindet sich auf der sicheren Seite – mindestens vom Administrativen... Ansonsten kann ich nur empfehlen, möglichst alle Seminar- oder sonstige Arbeiten schon in der Schweiz geschrieben zu haben, überall reinen Tisch zu haben und noch eine unvergleichliche Abschiedsparty zuhause zu feiern, damit man das neue Leben in Berlin auf allen Ebenen völlig auskosten kann.
Ein bisschen Geld auf der Seite zu haben, ist gewiss auch nicht zu verachten: Berlin ist zwar im Gesamten billiger als die Schweiz, jedoch liegt das Geld auch lockerer in der Tasche und man gibt viel mehr aus. Allerdings könnte man relativ einfach einen Job finden, wenn man nicht allzu anspruchsvoll ist, jedoch sind die Unterschiede zum üblichen Salär in der Schweiz frappant. Insgesamt hätte ich eigentlich gerne gearbeitet in Berlin, mich aber viel zu spät darum gekümmert, da für Schweizer hier Arbeitsgenehmigungen etc. vonnöten sind, was allerdings kein Problem darstellt. Gut bezahlt wären vor allem Jobs im Bildungsbereich, da in Berlin ein chronischer Lehrermangel herrscht – sollte man halbwegs anständige Französischkenntnisse besitzen, so liegt einer derartigen Beschäftigung wohl kaum etwas im Wege...
Für den Alltag in Berlin empfiehlt es sich, gut zu überlegen, was man alles unternehmen möchte. Dies ist deshalb von Vorteil, da in dieser Stadt alles möglich zu sein scheint, so ausgefallen die individuellen Interessen auch immer sein mögen. Allerdings liegt darin eine grosse Gefahr, nämlich dass man nach der Rückkehr in der Schweiz das Gefühl hat, überhaupt nichts getan zu haben. Dem ist aber nicht so, denn man muss sich schlichtweg damit abfinden, dass das immense Angebot in dieser Stadt niemals ausgeschöpft werden kann, auch wenn man sich beispielsweise nur auf Jazzmusik konzentriert.

Weiter ist es wichtig, dass man das Programm mit dem Erasmuskoordinator bespricht, so dass bei der Heimkehr die erbrachten Leistungen auch angerechnet werden. Diesbezüglich war ich überrascht und erfreut über die unkomplizierte Betreuung.


Ankunft
Es empfiehlt sich, unmittelbar nach der Ankunft die Behördengänge hinter sich zu bringen. Damit riskiert man keine Bussgelder und man ist auch nicht zu mühsamen Rechtfertigungen gezwungen, weshalb man die Aufenthaltsbewilligung nun mit halbjähriger Verspätung einholt (die Schweiz ist ja nicht in der EU). Zudem ist zu beachten, dass man sich ohne Wohnsitzbestätigung gar nicht an der Universität einschreiben kann! Da es immer unvorhergesehene Ereignisse gibt: Nehmt alle Studienunterlagen (Zwischenzeugnisse, etc) mit Euch mit, respektive Kopien davon!

Die Anreise ist mindestens eine Woche vor Studienbeginn anzusetzen! Damit kann man sich ein bisschen an die Stadt gewöhnen, allfällige Mitbewohner kennenlernen und alle Seminarräume anfänglich auskundschaften, da dies manchmal eine abenteuerliche Angelegenheit ist. Zudem kann man so dem schweizer Pünktlichkeitsstereotyp ein wenig gerecht werden, da man ja nicht zu spät in die Veranstaltungen kommen darf ;-)


Zimmersuche/Wohnen
Mein Zimmer fand ich über das Internet und daher kann ich nur zwischenmiete.de empfehlen. Man kann da nach Zeitdauer, Kiez, Kosten etc. ein Zimmer suchen. Grundsätzlich stellt das kein Problem dar, sofern man sich auch entsprechend anstrengt.
Ich fand mein Zimmer, ohne dass ich meine Mitbewohnerin vorher gesehen habe. Das war insofern interessant, als dass ich bei meiner Ankunft in Berlin eine Verabredung im Cake (eine gemütliche Kneipe – meine Stammkneipe in der Schlesischen Strasse), also eigentlich ein Blind Date erleben durfte. Das war nicht nur sehr interessant, sondern auch sehr erfolgreich: Glück gehört natürlich dazu :-)
Ich empfehle aufgrund meiner Erfahrungen in einer WG zu leben, da man so in Kontakt mit Quasi-Einheimischen kommt (echte Berliner sind selten), die verschiedenste wunderbare Plätzchen zeigen können. Für den Anfang erleichtern diese den Aufenthalt nämlich ungemein. Weiter kommt man so auch in Kontakt mit weiteren Einheimischen, sofern man denn eine gute Beziehung zu den Mitbewohnern hat.
Eigentlich ist auch das Studentenwohnheim nicht zu verachten: Es wird dort unglaublich viele ausländische Studierende haben und meines Wissens gibt es auch W-Lan. Zudem sind einige an sehr guter Lage. Allerdings dachte ich mir bei einigen Besuchen, dass die Einrichtung und die Sauberkeit manchmal etwas zu wünschen übrig lässt. Gegen den Preis kann aber – auch unter diesen Bedingungen – eigentlich nichts gesagt werden, sind sie doch unglaublich günstig.

Zum Wohnen empfehle ich Kreuzberg, denn Kreuzberger Nächte sind lang und es läuft immer etwas. Es zeichnen sich momentan erlebnisreiche Tage ab, beispielsweise mit dem Köpi oder dem McDonalds, der in der Wrangelstrasse gebaut wird...
Je nach Freundeskreis muss man dann halt manchmal in den Prenzlauerberg hochfahren, doch ist das mit dem Fahrrad und mit der S-/U-Bahn kein Problem – auch in Friedrichshain ist man schnell...

Der beste Zeitpunkt zur Zimmersuche wird etwa ein bis drei Monate vor dem Aufenthalt sein. Zimmer in Berlin zu finden ist keine Hexerei, sofern man nicht vermessene Ansprüche stellt. Von Freunden weiss ich auch, dass ein Zimmer in wenigen Tagen gefunden werden kann, was natürlich eine gewisse Anstrengung erfordert...


Universität
Die Universität unterscheidet sich nur unwesentlich von der Universität Bern. Einzig sei beachtet, dass sich die Erasmusstudenten nicht für die Veranstaltungen anmelden müssen. Dies ist insofern eine wichtige Information, da sich gelegentlich bei überfüllten Veranstaltungen die Dozenten diesbezüglich dumm und schlecht informiert zeigen. Es ist also erlaubte Härte und Durchhaltewillen gefordert.
Die Zustände mancher Räumlichkeiten haben mich nicht gestört. Im Gegenteil: Es ist eher amüsant, wenn man in denselben Vorlesungssälen unterrichtet wird, wie die Dozenten. Vielleicht kann man sich so auch neben seiner Schrift im Sitz verewigen ;-)
Wie hier gibt es grosse Qualitätsunterschiede bei den Dozierenden, doch in der komfortablen Situation des Erasmusstudenten darf und soll man durchaus wählerisch sein. Beispielsweise kann man auch an den anderen Universitäten Veranstaltungen besuchen (dafür müsste man sich als Nebenhörer anmelden – kein Problem) oder fachfremde Veranstaltungen, sofern diese denn zu Hause angerechnet werden, oder auch nicht – das Angebot an interessanten Veranstaltungen ist eigentlich zu gross...
Die Studenten zeigen sich meist als sehr aktiv, diskussionsfreudig und kampfbereit, so dass man die schweizer Zurückhaltung gerne mal ablegen sollte, wird doch meistens jedem Gehör geschenkt. Bei allzu forschen Reaktionen sollte allerdings nicht gleich die Fassung verloren werden, verstecken sich die Diskussionspartner an der Universität doch gerne derartig hinter der Sache, dass man Äusserungen als Angriff auf die Persönlichkeit vermutet, was jedoch kaum der Fall ist...


Freizeit/Leben
Geniesse das übergrosse Angebot an Museen, Theatern, Clubs, Opern, Parties, Kneipen, Mitmenschen, Konzerten, Einkaufsgelegenheiten und allen weiteren Beschäftigungen und Vergnügungen. Es lohnt sich!
Ach ja und lass Dich nicht von der zitty oder dem tip erschlagen ;-)
Diesbezüglich findet man mit einigem Klicken viele Informationen auf berlin.de.
Ansonsten gibt es hier noch einige nette Links von netten Plätzchen...

Natürlich gäbe es noch tausende Dinge zu schreiben, doch ist das schlichtweg nicht möglich: Einfach die Augen offen halten, es gibt überall etwas zu entdecken!




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26 Juli 2007

 

zwei Nachträge

Meine lieben Leute

1. Nachtrag zu diesem Post:


Diese Malerei - oder was auch immer für eine Technik angewandt wurde - entstand meinen Kenntnissen nach am letzten Freitag und ist einfach super! Hut ab... In meiner Strasse gelegen und schon tausendfach von den Nachtschwärmern, allen andern und mir gesehen..

2. Nachtrag zu diesem Post:
Eigentlich hat es mich ein wenig stutzig gemacht, dass niemand reagierte... Vielleicht war ich einfach ein bisschen zu optimistisch, dass Ihr etwas merkt, dass Ihr irritiert seid und einen Kommentar hinterlässt, oder meine Andeutungen zu schwach (waren sie es?). Ich dachte nämlich, es sei offensichtlich: durch den Titel, die Fussnote (die ja alles verrät), die Wiederholung im Text und durch die vielen Photos... Auch wenn jemand die Wörter gezählt hätte, wäre es ersichtlich geworden, sind es doch 1000 an der Zahl - jawohl!
Nun nochmals die Frage: Sagen Bilder mehr als tausend Worte? Entscheiden könnt noch immer Ihr, bin gespannt auf Eure Antworten!

Beste Grüsse

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25 Juli 2007

 

aha

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18 Juli 2007

 

schöne Bilder


Meine lieben Leute

So, das erste bearbeitete Bild von meinem letzten Besuch. Dieser Aufruf, die Stadt zurückzuerobern, befindet sich in der Schlesischen Strasse in Kreuzberg. Wie hoffnungsvoll er zu verstehen ist, kann man nur mutmassen, aber man muss natürlich feststellen, dass einige solcher Schriften innerhalb Berlins anzutreffen sind... Auch näme mich wunder, von wem man die Stadt zurückerobern soll: von der Polizei, den Döner verkaufenden Türken, den Nazis, den Touristen, von anderen trendigen Mitmenschen oder aber den Erasmusstudenten?




Bearbeitet von Herrn H., geschossen von mir...
Gute Nacht

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16 Juli 2007

 

Bilder sagen mehr als tausend Worte – ein Versuch*

Meine lieben Leute

Wie einige von Euch vielleicht wissen, hatte ich Anfang dieser Woche einen ganz netten Besuch bei mir zu Gast. Obwohl lange nicht mehr gesehen, ist es immer wieder erstaunlich, wie man sich mit alten Freunden offensichtlich versteht. Das kann man natürlich als Selbstbestätigung ansehen, dass man sich schon vor Jahren die richtigen Leute ausgewählt hat, dass es sich um einen grossartigen Menschen handelt oder aber, dass man sich einfach so gut versteht.
Geben wir doch einfach unseren Auras die Schuld und bewerten es als eine göttliche Gabe – danke Gott!

Nun, nachdem Herr H. am Samstag alleine den Weg zu meinem bescheidenen Heim gefunden hat, mussten wir natürlich erst einmal ein flottes Bierchen trinken. Es sollte unser erstes und letztes für die kommenden Tage sein, denn wie wir ja alle nur zu gut wissen, schadet Alkohol nicht nur der Leber, sondern dem ganzen Körper und gar dem Geist. Deshalb machten wir uns auf den Weg, um Béat vom Bahnhof abzuholen, der seinen Erasmusaufenthalt in Warschau beendet hat. Sein Gepäck stellte sich dann gar nicht als so schwer heraus, weshalb wir aber doch nicht schneller zu unserem verdienten Döner kamen, aber wir haben es geschafft.
Während wir dann so assen unterhielten wir uns nicht nur über unser tropfendes Essen, das einige Hosenbeine in Mitleidenschaft zog, sondern auch über den Umgang der Deutschen mit ihrer Vergangenheit. Natürlich kamen wir zu keinem sinnvollen Schluss, da am Tisch eine Polin und drei Schweizer sassen, die sich – nicht immer politisch
ganz korrekt – über die Deutschen ausliessen, dabei das β erheblich in Mitleidenschaft zogen oder sich einfach mit einem verletztem und einem lächelnden Auge über die berliner deutschen, im Dienstleistungsbereich tätigen, freundlichen Menschen unterhielten.

Nun, eigentlich kann ich jetzt gar nicht mehr so viel darüber schreiben, Ihr könnte Euch ja selber ein Bild davon machen.

Eine Sache sei hier noch erwähnt, nämlich der Link auf der linken Seite: Der Bert ist nun nämlich kein Berliner mehr, aber bis auch ich nach Hause (habe im Moment ganz viele davon) gehe, soll er es mindestens auf dieser Seite noch schriftlich bleiben. Diesen Freitag ging er nach Hause und obwohl ich ihn gegen Ende dieses Semesters nicht mehr so häufig sah, war es doch eine jener Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind. Seien es seine Theateraktivitäten, seine Hilfeleistungen für meinen Laptop oder einfach die geführten Gespräche – ich werde es vermissen. Macht es doch wie ich und schaut doch mal vorbei, was er so tut. Zudem wurde auch mir mein baldiger Abschied wieder ein bisschen bewusster und dazu einfach: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – hat unser ehemaliger Rektor an meinem Gymnasium einmal erzählt –, und sei es auch ein Neuanfang...

Schon mehr als eine Woche ist es her, als Mathias mich besuchte. In diesem Semester war er mein einziger Besucher und ich sage Euch dazu nur: Ihr hattet Eure Chance! Selber Schuld, Ihr müsst jetzt einen Besuch von mir ertragen, oder einfach nach Bern kommen. In Bern könnte man dann in der Aare schwimmen oder einen Kebab essen...
Das letzte Mal schwamm ich mit Mathias in dieser Aare. Wir gingen zur selben Schule, arbeiteten beim Akon und als Müllmänner, haben einen coolen Film gedreht, sind viel gebikt und haben sonstigen Unfug getrieben. Das geht alles noch – super!

Mathias kam letzen Samstag zu mir nach Berlin, ein alter Schulfreund von mir, der wie alle anderen den Weg zu mir alleine suchen musste – auch er schlug sich durch und kam schlussendlich zu mir, wo wir erst mal zum Lohn flottes Bierchen zu Gemüte führen mussten. Wir tranken noch einige Biere und es sollte für diese Tage natürlich nicht unser letztes sein. Nun, der eine oder andere Drink, ein Weinchen und ein Schnäpschen war auch noch dabei. Wer hätte auch darauf gewettet, sahen wir am selben Abend doch noch Béat, den ehemaligen Warschauer, dem von Thomas ein schöner Empfang vorbereitet wurde, indem er vielleicht ein nicht so schönes, aber dennoch sympathisches Komitee organisierte. Dieses wurde dann auch noch zum Gepäcktragen missbraucht. Immerhin haben wir dann unsere Mägen mit Scharf, und was sonst noch in diesem Brot ist, gefüllt.

Über verschiedenste nette Dinge haben wir uns während diesem Essen unterhalten, waren wir ja auch eine internationale Truppe – ausser dass ein Deutscher noch gefehlt hat. Aber wir sind ja schon ziemlich erfahren mit diesen Nachbarn aus dem grossen Kanton, die einen aus Berlin und die anderen aus Zürich...

Ach ja, und Photos haben wir natürlich auch noch gemacht, aber die muss ich ja nicht beschreiben, da ich Euch davon selber bestens ein Bild machen könnt.

„Was tue ich jetzt noch hier in Berlin?“ mögt Ihr Euch vielleicht noch gefragt haben... Ich gebe Euch davon noch eine kurze Info: Meine Arbeit ist immer noch in Vorbereitung. Genau, diese über die moralische Erziehung und die Kinder-, respektive Menschenrechtsbildung. Es wäre wunderbar, wenn es mir gelänge eine Rohfassung davon bis kommenden Freitag fertig zu stellen. Sollte das funktionieren, so hätte ich noch eine, meine letzte Woche Zeit, meine vielen neuen Freunde noch ein letztes Mal als Berliner zu treffen. Auch ich gehe nämlich bald zurück in die Heimat und bezahle meinen Lebensunterhalt wieder mit Franken. Wird auch langsam Zeit, da der Euro ja verdammt hoch ist und mir der Gouda allmählich zum Hals raus hängt...

Wie dem auch sei, ich hoffe Ihr habt es bis hierhin ausgehalten oder einfach gescrollt. Sonst wäre es schade, aber erstaunlich, dass Ihr noch hier seid.

Allen eine wunderbare Nacht, einen wunderprächtigen Wochenstart und see you in another live brother!

Oh, fast hätte ich es vergessen: Solltet Ihr noch immer die Muse haben, so hört Euch hier die schönste Aufnahme vom Heidi an. Ihr könnt dabei ein bisschen dem Schweizerdeutsch lauschen und die brennenden Berge bewundern.

Schlaft gut Schlofol

































































* Da bin ich ja mal gespannt, was Ihr darüber denkt...

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28 Juni 2007

 

gelesen

Gelesen auf einer Toilette in der Dorotheenstrasse an der Humboldt-Universität zu Berlin:

Wie der Führer damals sitz ich hier,
die braune Masse hinter mir...

Ich hoffe es fühlt sich damit niemand verletzt oder anderweitig beleidigt - ansonsten wären Kommentare gefordert.
Schönen Nachmittag

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31 Mai 2007

 

Schwarzfahrer

Meine lieben Leute

Falls Ihr dieses Filmchen noch nicht kennt, so ist es höchste Zeit, dies zu ändern! Es handelt sich um einen Kurzfilm von Pepe Danquart, der nicht nur einen Oskar, sondern zahlreiche andere Auszeichnungen dafür erhielt... Er handelt von Rassismus und zwar jenem, auf den man häufig trifft, wenn zum Beispiel, wie letzthin in der S-Bahn geschehen, betrunkene Punks asiatisch aussehende Mitreisende fragen, ob sie denn mit Bruce Lee verwandt seien, ob sie denn kämpfen wollen oder ihnen aber einfach mit Geschrei untermalte Kampfpositionen präsentieren...
Wie könnte es anderst sein: Dieser Film wird häufig an Schulen zur Antirassismuserziehung eingesetzt. Wir haben ihn mal an der Uni auf die Kommunikationsmittel des Regisseurs hin untersucht...
Es ist erstaunlich, wie sich die Leute im Tram verhalten: Ich frage mich dabei, ob es sich hier um ein grosstadttypisches Phänomen handelt oder aber einfach um diese Ignoranz, wenn im öffentlichen Raum unangenehme Dinge geschehen. Ich wage aber zu vermuten, dass sich einige Leute gegenüber einer solchen Person wie hier eher äussern würden, als gegenüber eventuell betrunkenen, kräftig aussehenden Männern, die sich vielleicht noch in Gruppen bewegen...
Ach ja - das Ganze handelt natürlich in Berlin und ursprünglich dachte ich, der Film sei vor der Wende entstanden, was aber nicht so ist: 1992. Dabei war ich schon auf der Suche nach eventuellen, typisch ostdeutschen Merkmalen, die ich aber eben nicht gefunden habe - oder gibt es doch noch solche? Einmal abgesehen vom Fernsehturm und den Trams, die es nach meinem Kenntnisstand nur in Ostberlin gibt...
Also, schaut rein, viel Spass dabei und vergesst nicht: Durchhalten, die Pointe kommt erst am Schluss!

Einen wunderprächtigen Tag und liebe Grüsse aus Berlin
moi



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21 Mai 2007

 

Berlin - da läuft was

Meine lieben Leute

Das Schöne an Berlin ist, dass hier immer etwas läuft:

Dies soll als kleines Plädoyer dafür verstanden werden, dass auch Leute wie ich, die grundsätzlich nicht so auf Opern stehen, wieder einmal in die Oper gehen. Sofern man mit der Oper nichts anfangen kann, hilft vielleicht, dass man mindestens etwas zu sehen hat, wenn man die Hornisten beobachtet, denn diese sind ja bekanntlich die Coolsten im Orchester ;-) Drum muss man sich immer einen Platz ergattern, von dem man in den Orchestergraben sieht!

Nun denn, gute Nacht

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17 Mai 2007

 

rischdisch geil

meine lieben Leute

Viel Spass mit einem neuerlichen Beispiel für die unglaublichen Möglichkeiten des Internets für Musiker ohne Plattenvertrag - also jetzt scheinen sie einen zu haben:
Icke & Er aus Spandau, mit ihrem ersten Hit...




Das muss doch auch wieder mal gesagt sein!

Und übrigens:
biste in Berlin - rischdisch geil
biste nisch in Berlin is det och rischdisch geil

aber es is scho rischdisch geil!

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Nachtrag zum letzten Post

Meine lieben Leute

Vielleicht habt Ihr das bemerkt, aber aufgrund der damals fortgeschrittenen Zeit ist der letzte Post nur halb so gross geworden, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Vielleicht kann ich dieses Defizit nun überwinden und ihn mindestens zu einem Dreiviertel erweitern ;-)

Nun, als erstes will ich natürlich meine charmante Begleitung erwähnen, die mich nicht nur an den Wannsee begleitet hat, wo wir uns ein bisschen gebräunt hatten, neben wachturmlesenden jungen Menschen, sich kraftstrotzdend photographieren lassenden jungen, sich vor Kameras präsentierenden Männern und die Kinder zurechtweisenden älteren biertrinkenden, vor allem bleichen Männern; auch im Zoo war ich ja natürlich nicht alleine - wie hätt ich denn nur die 20minütige Wartezeit, um Knut zu sehen, überbrückt?


Ich bedanke mich an dieser Stelle für die nette schweizerische freundinliche Begleitung! x

jaja, das war im winter

Neben dem onanierenden Orang-Utan gab es noch eine weitere interessante Gegebenheit im Zoo, die mich als Anwohner des Vierwaldstättersees einerseits erstaunte und andererseits sehr neugierig machte. Es ist diese Karte des Zoos mit einem unscheinbaren wohlgeformten See: Zurück in Nidwalden, am schönsten See, werde ich mich vermutlich als erstes auf die Suche nach diesen Bonobos machen, wohnen sie doch offenbar nicht gerade weit von mir - das liegt dann so ungefähr auf der Höhe von Beckenried oder Emmetten:
Wie das halt so ist, wollten wir natürlich noch diese sehen - kenne die ja nur aus dem Biologieunterricht. Es waren diese kichernden Momente, die dummen Sprüche, die peinlich berührte und sichtlich genervte Lehrerin, die vermutlich kaum mehr im Unterricht einen solchen Film gezeigt hat ;-), die mir die Bonobos im Gedächtnis erhalten haben. Ja - ich geb's ja zu - natürlich deren Weise, wie sie nicht nur mit Konflikten umgehen...

Weiter stellt das Gebiss des Löwen keine Gefahr dar:


Alles in allem kann ich den berliner Zoo empfehlen, er ist sehr gut und es gibt einges zu sehen! Klar, kann man über Sinn und Unsinn eines Zoos diskutieren, doch sei das an dieser Stelle einmal unter den Teppich gekehrt. Man kann Tickets für das Aquarium und den Zoo kaufen, oder aber nur für eines von beidem, was meiner Meinung nach reicht, denn beginnt man erst mal im Zoo ein bisschen rumzugehen, so reicht das für einen Durchschnittsspaziergänger bei weitem, insbesondere bei schönem Wetter...

Nun denn, auf bald im Zoo
moi

p.s.
also die bonobos lassen mir keine ruhe: es gibt ja schon diese schlangen (sind es würfelnattern) am lopper, die da eigentlich nicht hingehören und jetzt sind noch die bonobos nachgezogen - wo führt denn das noch hin?

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14 Mai 2007

 

1. Mai und Zoo

Meine lieben Leute

So, endlich schreib ich wieder mal was... Es freut mich, dass immer wieder Menschen treu hier vorbeischauen, doch schliesse ich aus dem Fehlen der Kommentare, dass auch niemand ernstliche Schäden oder andere Entzugserscheinungen aufgrund meiner letzten Beschäftigungen davongetragen hat – ansonsten hoffe ich, dass dieser Eintrag noch reichtzeitig gesehen wird...

Seit dem letzten Eintrag ist viel Wasser ins Meer geflossen, weshalb ich Euch kurz erzählen möchte, was ich dabei so getan habe...

Als erstes und spektakulärstes ist sicherlich die Walpurgisnacht und der erste Mai zu erwähnen: In meinem Leben habe ich noch nie so viele Polizisten in Kampfuniform gesehen! Ziemlich sicher waren die Demonstranten am Boxhagenerplatz in Unterzahl. Auf schätzungsweise 500 Leute um 24:00 kamen nach meiner Zählung etwa 50 (das heisst mindestens) Kastenwagen à 12 Polizisten... Aktive Demonstranten waren vielleicht etwa 300 vorhanden. Also diese wären chancenlos gewesen, wäre es zu richtigen Scharmützeln
gekommen. Nun, wir zählten natürlich auch zu den Touristen, die in manchen Zeitungen eher kritisch hinterfragt wurden, da diese den sogenannten Chaoten eine Plattform böten, was sicherlich stimmt, aber die auch nötig sind, denn nur so kann beiden Seiten auf die Finger geschaut werden, um sich ein eigenes Bild davon zu machen.
Ein Highlight war natürlich auch das Myfest in Kreuzberg SO36! Ein grosses Strassenfest, um den 1.Mai friedlicher zu gestalten, denn er war nicht immer gewaltlos... Immerhin wurden wir an diesem Abend auch nur einmal von der Polizei angerempelt, als wir friedlich tanzten – klar können sie nicht auf jeden Rücksicht nehmen, aber im ersten Moment waren wir schon eher verständnislos, vor allem deshalb, da wir die Flaschenwerfer in unseren Reihen nicht gesehen haben. Der Spuk war dann aber schnell vorbei und die schwarzen Menschen mit Helmen und Stöcken waren wieder auf ihren anderen Stern verschwunden – sie hielten sich in den Hinterhöfen verborgen...
Ach ja, dann war da noch Knut mit seinem Schönlein und ein onanierender Orang-Utan hinter der Glasscheibe. Eine empörte Mutter liess ihre Tochter nur so lange zuschauen, bis sie – vielleicht mehr zu sich selbst – fragte, was dieser denn tue, was von einer älteren Frau trocken mit den Worten „genau das, was sie denken“, kommentiert wurde. Jetzt bereue ich es, davon kein Photo gemacht zu haben, doch eigentlich bin ich auch froh, denn die Männersolidarität sagte mir, dass es alles andere als schicklich und anständig sei, davon ein Photo zu machen... Genau...

Ja und jetzt geh ich ins Bett und vertröste Euch auf die nächsten Beiträge...

Eine erholsame Nacht und einen guten Wochenstart
moi



hmm... aus irgend einem grund wird das immer gedreht...

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